Arbeitsgruppen

Arbeitsgruppe 1: Ist Waldorf besonders?

Was unterscheidet die Waldorfschule von anderen Schulformen? Was macht eine Waldorfschule eigentlich zu einer solchen? Wie wird das „Besondere und Eigenständige“ für die „Außenwelt“ sichtbar? Wie müsste eine „gute Schule der Zukunft“ eigentlich aussehen?
Diesen und insbesondere euren Fragen wollen wir gemeinsam nachgehen. Darüber hinaus soll über aktuelle Entwicklungen in den Oberstufen, und da insbesondere über das Abschlussportfolio der Waldorfschulen, die Möglichkeiten der Berufskollegs und dem Steiner School Certificate, informiert werden.
Klaus-Peter Freitag war Oberstufenlehrer, Dozent in der Lehrerbildung und ist jetzt Geschäftsführer beim Bund der Freien Waldorfschulen.


Arbeitsgruppe 2: Rudolf Steiner, Visionär seiner Zeit.

Waldorfpädagogik war seine Antwort auf das Scheitern seiner Idee einer zukunftsfähig en Gesellschaft, der sozialen Dreigliederung, in den Wirren nach dem ersten Weltkrieg. Was war der Ansatz und was ist geblieben? Wollen wir 100 Jahre nach Gründung der ersten Waldorfschule die Asche der Methodenschule bewahren oder die Flamme der spirituellen Basis neu entzünden?
Warum beschäftigt die Frage der Schulabschlüsse so sehr, wo doch nicht die Frage des Abschlusses, also welches Wissen habe ich erlernt und kann es wieder abrufen, wirklich wichtig ist, sondern die Frage, wie bereit bin ich für die Aufgaben, die mir zukünftig gestellt werden? Beispielsweise „Wie wirke ich in einer Gruppe?“ oder auch „Wie kreativ bewältige ich Aufgaben (innere und äußere)?“.
Eure Fragen und Gedanken zu diesem Thema möchte ich mit Euch austauschen, bewegen und wieder in die Welt tragen.

Thorsten Ziebell, langjähriger Begleiter der WaldorfSV als Bundeselternvertreter und jetziger Geschäftsführer der Freien Waldorfschule in Frankfurt (Oder)


Arbeitsgruppe 3: Brauchen wir eine Schule der Utopie?

Wir leben in einer Gesellschaft, in der wir es scheinbar gewohnt sind, uns einem immer schneller werdenden Wandel zu unterwerfen. Wir leben aber auch in einer Zeit, in der große Veränderungen wie sie uns in vergangenen Jahrhunderten, begegneten als unmöglich gelten.
Doch wie kommt es, dass wir uns trotz des Wissens um die geringe Zukunftsfähigkeit unserer heutigen Modelle und Ideen oftmals nur mit vermeintlichen Verbesserungen des Alten zufrieden geben, anstatt von neuen großen Utopien zu träumen? Was wäre, wenn wir nicht mehr fragen würden, was ist, sondern was soll sein? Und können wir es vor zukünftigen Generationen überhaupt  verantworten, zu einem Zeitpunkt an dem wir alle Möglichkeiten haben, keine einzige zu nutzen?

Jakob Zimmer ist Mitglied im Vorstand der WaldorfSV und besucht zur Zeit die 13. Klasse der Freien Waldorfschule Mülheim an der Ruhr


Arbeitsgruppe 4: Fortschritt der Technologie – Fluch oder Segen?

Jährlich gibt es Unmengen neue Fortschritte in der Technologie. Ein Lautsprecher, der für dich im Internet Bestellungen aufgibt, ein Roboter, der dein Haus sauber macht oder eine Drohne, die deine Pakete liefert, sind nur wenige dieser technischen Entwicklungen. Doch sind diese „Erfolge“ wirklich noch gut für den Menschen oder könnten sie irgendwann vielleicht den Menschen als Individuum bedrohen? Könnten nicht aus Visionen und visionären Handlungen Problematiken, wie zum Beispiel die Begrenzung des Datenschutzes auf ein Minimum entstehen und sollten wir uns in diesem Punkt nicht schon längst fragen, wie weit wir noch gehen wollen und können? Mit diesen und vielen anderen Fragen werden wir uns zusammen in der Arbeitsgruppe beschäftigen.

Lucas Bauer besucht derzeit die 12. Klasse der Freien Waldorfschule Wendelstein. Er ist seit April 2016 Mitglied im Vorstand der WaldorfSV.


Arbeitsgruppe 5: Die soziale & ökologische Zukunft der Stadt

In dieser Arbeitsgruppe setzen wir uns mit einem Thema auseinander das uns alle einholen wird!
Die Städte bedecken nur rund 2% der Erdoberfläche und stoßen trotzdem 75% der weltweiten CO2 Gase aus, gleichzeitig werden sie immer größer, anonymer, teurer, gesundheitsschädigender und gefährlicher. Der Bauwahnsinn verbraucht unsere Ressourcen, obwohl es viel bestehende Bausubstanz gäbe die lediglich saniert werden müsste. Es zieht immer mehr Menschen in die Städte (inzwischen wohnen deutlich mehr als die Hälfte aller in der Stadt) die bezahlbaren Wohnraum finden müssen.

Für diese Menschen muss das Konzept Stadt neu betrachtet werden, umgedacht!
Wie wird diese Entwicklung weiter gehen, was können wir dagegen tun und vor allem wie soll eine Stadt in Zukunft aussehen, damit wir dort glücklich werden können?
Ist dies überhaupt möglich, oder wird die Entwicklung ihren Lauf nehmen und unaufhaltbar sein?

Gemeinsam wollen wir einige Antworten oder Ansätze für Antworten auf diese Fragen entwickeln und besprechen. Denn, die Städteplaner der Zukunft stehen nicht nur vor einer ökologischen , sondern auch vor einer sozialen Herausforderung!

Justus Gilsbach


Arbeitsgruppe 6: Das Streben nach dem Glück 

In Zeiten, in denen die Menschen sich weltweit bekriegen, Suizid begehen, Amok laufen und friedliche Kinder, Frauen und Männer in den Tod reißen, scheint unsere Welt düster und kalt. Doch wir alle tragen ein warmes Licht in uns. Zusammen können wir diese Welt erleuchten. Doch was braucht es damit sich Menschen finden und friedlich kommunizieren können? Damit sie ehrlich zu anderen und zu sich selbst sind? Damit jeder Mensch sein Glück findet?
Diese und weitere Fragen möchte ich in einer freien Diskussionsrunde mit Euch diskutieren. Schwerpunkte werden die Fragen nach dem Glück, der Ethik und was Politik damit zu tun hat.

Salomó Stainbank ist Schüler an der Freien Waldorfschule Kaltenkirchen und Vorstandsmitglied der WaldorfSV.


Arbeitsgruppe 7: Die Kraft der Bildung

Was ist Bildung? Was ist Schule?
Wo müsste ein gesellschaftlicher Wandel gesät werden? Ist das Potenzial einer „besseren Welt“ nicht längst vorhanden?
Wir haben so viel know how aber so wenig know why. Wieso ist das so?
Wo kommt die Blindheit der Menschheit her?
Dieser unendlichen Spirale an Fragen wollen wir – mit der Bildung als Mittelpunkt – auf den Grund gehen.
Mira Devi Drews geht, seitdem sie die Schule abgebrochen hat, künstlerische Wege. Sie ist vorwiegend in den bereichen Musik und Schauspiel pädagogisch tätig.

Arbeitsgruppe 8: Wie werden wir außergewöhnlich?

Oft versinken wir im Alltag und vergessen ganz, wie aufregend und schön es eigentlich sein kann, am Leben zu sein! Man ist dann  müde, schlecht gelaunt und nichts macht einem wirklich Spaß. Wenn wir dann Menschen begegnen, die etwas Außergewöhnliches machen –  eine Weltreise, oder ein Projekt mit Flüchtlingen –  bewundern wir diese Energie und fühlen uns automatisch von ihnen angezogen. Dabei ist ihr Geheimnis ganz einfach: sie lieben was sie tun. Jeder von uns kann so ein Mensch werden. Wir müssen uns nur einiger Dinge bewusst werden.
Wie stark ist wohl der Einfluss unseres Denkens auf unser Handeln? Auch wenn wir oft das Gefühl haben, eigentlich hilflos uns selbst ausgesetzt zu sein, gibt es einen entscheidenden Punkt, an welchem wir ansetzen können. Dieser Punkt ist unser Weltbild. Welches Bild hast du also von dir und deinen Mitmenschen? Wie stehst du zu dem, was du tust? Nach welchem Prinzip möchtest du dein Leben gestalten?

Antonia Taraba besucht derzeit die 12. Klasse der Freien Waldorfschule Leipzig. Sie ist seit Oktober 2016 Mitglied im Vorstand der WaldorfSV.